Wärmedämmung bei Fenstern – das sollten Sie wissen

Wärmedämmung bei Fenstern – das sollten Sie wissen

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megaplus / Pixabay

Fenster sind häufige Schwachstellen bei der Gebäudeisolierung. Dabei ist nicht nur die Verglasung wichtig, sondern auch der Rahmen. Sollten Sie die Isolierung Ihrer Fenster, womöglich durch Austausch planen, ist es sinnvoll, die Fassade einzubeziehen. Bei neuen, dicht schließenden Fenstern kann die Raumluft nicht mehr entweichen. Sind nun die Wände schlecht isoliert, schlägt sich an ihnen die Feuchtigkeit nieder und es entsteht Schimmel.

Möglichkeiten zur Innendämmung

Eine Dämmung der Fenster ist nur mit einer Isolierfolie möglich, die Sie auf den Fensterrahmen spannen. Hierdurch entsteht ein Luftpolster zwischen der Folie und der Scheibe, welches nur wenig Wärme nach außen durchlässt. Das Anbringen einer solchen Isolierfolie ist einfach und kann von jedem Heimwerker problemlos durchgeführt werden. Da diese Folie nicht so belastbar ist wie eine zweite Glasscheibe, sollte sie einmal jährlich ausgetauscht werden.

Beim Erneuern der Fenster gibt es einiges zu beachten

Alternativ bietet sich an, die Fenster erneuern zu lassen. Hier gibt es jedoch schon vor der Montage, die im Übrigen einige Übung erfordert und daher einem Handwerker überlassen werden sollte, einiges zu beachten. Ein Südfenster benötigt nicht so gute Dämmeigenschaften wie ein Nordfenster. Für die bestmögliche Ausnutzung der Sonnenstrahlen im Winter ist für Südfenster eine Verglasung mit hohem g-Wert sinnvoll. Da diese Fenster im Sommer die Wärme hineinlassen, sollten Sie mit einem Sonnenschutz ausgestattet werden, beispielsweise Jalousien.

Auch beim Glas gilt es, Entscheidungen zu treffen. Während eine Zweischeiben-Isolierverglasung den Wärmeverlust gegenüber Einfachverglasung um 50 % senkt, liegt die Einsparung bei der teureren Dreischeibenwärmeschutzverglasung bei 85 %. Beziehen Sie bei der Entscheidung die Fensterrahmen mit ein. Häufig sind alte Rahmen für eine Isolierverglasung ungeeignet und müssen ebenfalls getauscht werden, so dass Sie diese Hausbau direkt einbauen lassen sollten. In der Regel werden heutzutage Holzrahmen oder Kunststoffrahmen eingesetzt. Metallrahmen kommen meist nur für Brandschutzfenster infrage.

So erkennen Sie gutes Wärmschutzglas

Ein gutes Wärmeschutzglas verliert in einem nur mäßig dämmenden Rahmen bis zu 25 % seiner Isolierung ein. Sie sollten sich daher unbedingt nach den Dämmeigenschaften des Rahmens erkundigen. Am U-Wert kann man die Qualität der Wärmedämmung eines Fensters ablesen. Die Dämmung ist umso besser, je kleiner der U-Wert ist. Man sollte diesen keinesfalls mit dem uG-Wert verwechseln, der sich nur auf die Verglasung bezieht. Schließlich gibt es noch den uW-Wert, durch den das gesamte Fenster einschließlich Rahmen in der Dämmqualität bewertet wird. Indem Sie solche Fenster einbauen lassen, lässt sich eine Menge Strom sparen und die Heizkosten sinken.

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